Zur Erinnerung an Ruth Petrousch

Zur Erinnerung an Ruth Petrousch

ZUR ERINNERUNG

Am 31.12. 2023 ist

Frau Oberstudienrätin Ruth Petrousch

im Alter von nur 68 Jahren verstorben.

Ruth Petrousch unterrichtete 37 Jahre am Gymnasium Petrinum.

Als jüngste Lehrkraft trat sie 1980 – noch als Frau Harazim – in ein damals weitgehend männlich dominiertes Kollegium ein und unterrichtete schülerzugewandt und modern die Fächer Englisch und Sport. Vielleicht passend charakterisiert wird ihr Erscheinen in einigen Geburtstagsversen, die zu Beginn ihrer Tätigkeit die Einschätzung älterer Kollegen und der Schülerschaft – etwas ironisch – widerspiegeln:

Die Neue hat ja krause Löckchen

Und widersittlich kurze Röckchen

Hoch über weißen Tennissöckchen.“

Frau Harazim war’s schnurzegal,

Sie dachte still: „Die könn‘ mich … nicht leiden.“

Beim Rest schlug unser Sonnenschein

Mit immer guter Laune ein.

So gründet diese „Modepuppe“

Wahrhaftig eine Jazztanzgruppe!

Manch Alte meint: „Sie ist schon schlimm,

Die neue Fachkraft Harazim!“

Ganz anders war die Resonanz

Der Mädchen auf die Eleganz

Und Grazie von modernem Tanz.

Wo vorher viele fußlahm waren

Und frei von sportlichem Gebaren –

Jetzt strömten sie in hellen Scharen!

Mit ihrer mit hohem Engagement und aufwendiger Akribie geführten Mädchentanzgruppe brachte Ruth Petrousch also im wörtlichen Sinne Bewegung in die Schule, was viele Jahrgänge von Schülerinnen motivierte und sich in allseits anerkannten Beiträgen zum öffentlichen Schulleben zeigte, so auch in verschiedenen Theaterproduktionen.

Ihre Fremdsprachenaffinität schlug sich nicht nur in privaten Reisen, sondern auch in regelmäßigen Jahrgangsstufenfahrten nach London nieder, die sie, meist mit ihrem Ehepartner Werner Petrousch, als Teil ihres langjährigen pädagogischen und organisatorischen Engagements in der Sekundarstufe II unternahm.

Die Schulgemeinde des Petrinum behält Ruth Petrousch in guter Erinnerung, unser Mitgefühl gilt auch unserem ehemaligen Kollegen und Lehrer Werner Petrousch, mit dem sie für ihren gemeinsamen Ruhestand noch viele Pläne hatte.

(Bertold Hanck)