Q-Frühstück mit „Architektur, Stadtplanung und Denkmalpflege“
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Q-Frühstück mit „Architektur, Stadtplanung und Denkmalpflege“

Q-Frühstück mit „Architektur, Stadtplanung und Denkmalpflege“

Gegenwart:

Eine Talkrunde. Drei ehemalige Petrinum-Schüler diskutieren miteinander – moderiert von den LK-Lehrern Hannes Bergmann (Erdkunde) und Michael Grave (Mathematik) – über das Studium der Architektur, Städteplanung und –entwicklung und erörtern Aspekte der Denkmalpflege im Ruhrgebiet. Publikum sind die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe Q2, die sich in den ersten beiden Stunden in der Aula versammelt haben und den Diskutierenden zuhören und mitdiskutieren. Die drei sind studierte Architekten, zwei davon auch heute als solche tätig: Eckhard Frodermann und Thomas Boos, die dritte im Bunde, Barbara Pötsch hat nach dem Studium der Architektur noch ein Zusatzstudium „Denkmalpflege“ in Köln absolviert und ist heute Denkmalpflegerin in Essen. Dort pflegt sie alle Arten von historischen Bauten von mittelalterlichen Kirchen bis zu Industriekulturdenkmälern. Eckhard Frodermann erzählt unter anderem, wie er den ehemaligen Wasserturm zu Wohnung und Büro umgestaltet hat. Und Thomas Boos, der noch heute dem Petrinum durch die Regie in der Theater-AG verbunden ist, erklärt, was seine Arbeit im Regionalparlament mit Stadtentwicklung und Raumplanung zu tun hat. Nicht nur die Erdkunde-LK-Schüler sind interessiert.

Blick zurück in die Vergangenheit:

Die drei Experten verbindet über ihr Architekturstudium hinaus ihre gemeinsame Petrinum-Vergangenheit. Man tauscht sich aus über das Gebäude des alten Petrinum an der Bochumer Straße, bekannte Lehrernamen fallen, Anekdoten werden erzählt. Barbara Pötsch gehört wie Thomas Boos zum ersten Jahrgang, in dem das Petrinum von Anfang an Mädchen aufnahm, und betont, dass das durchaus eine gute Erfahrung gewesen sei. Eckhard Frodermann berichtet von Lehrern, die teilweise noch vom Krieg traumatisiert gewesen seien, deren Geschichten die Schüler aber auch fasziniert hätten. Boos erzählt, dass er ursprünglich gar nicht Architekt werden wollte, sondern zunächst Geschichte, Philosophie und Germanistik auf Lehramt studiert hat, bevor die Barocklyrik des Andreas Gryphius ihn dergestalt abschreckte, dass er sich doch der Architektur zuwandte. Alle drei Experten erläutern die Genese der in Dorsten nicht unumstrittenen Mercaden. Auch hier lauschen die Zuhörer neugierig und teils erstaunt, teils amüsiert.

Blick nach vorne in die Zukunft:

Es gibt auch eine Fragerunde, in der die Schüler wissen wollen, welche Voraussetzungen man heutzutage für ein Architekturstudium brauche, oder wie man auch in der Stadtplanung und –entwicklung für mehr Nachhaltigkeit sorgen könne. Die Schüler lernen hier beispielsweise, dass auch heute Architekten nicht nur am Computer, sondern immer noch auch mit der Hand zeichnen, dass Raumplanung viel mit Rechtskunde zu tun hat und erst nach Klärung vieler juristischer Fragen der gestalterische Bereich in Angriff genommen werden kann.

Zurück in die Gegenwart: Das Q-Frühstück trüge seinen Namen zu Unrecht, wenn es nur um Fragen (Q für Quaestiones), Anekdoten und Debatten ginge. Auf die Talkrunde folgte der gemütliche Teil mit einem stärkenden Frühstück, bei dem alle Beteiligten noch angeregt weiter diskutieren konnten.