Gedenkveranstaltung auf dem „Russenfriedhof“ am 23.11.2025

Gedenkveranstaltung auf dem „Russenfriedhof“ am 23.11.2025

Die Mitarbeit und Ausarbeitung von Projekten in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern und die Arbeit an außerschulischen Lernorten im Fach Geschichte hat schon in der Vergangenheit das Verständnis der Schüler:innen des Gymnasium Petrinum für die Bedeutung der Geschichte unserer Stadt geprägt.

So zeigte sich auch an diesem Sonntag das Geschichtsinteresse, die Empathie und die Motivation der Schüler:innen der Jahrgangsstufe 10, die während der Gedenkveranstaltung zur Übergabe der neuen Namensliste auf dem „Russenfriedhof“ und später im Rathaus ihre Projekte zum Vortrag von Dr. Marius Seydel über die auf dem Friedhof bestatteten Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern, präsentierten. Diese stammten, anders als die heute noch geläufige Bezeichnung „Russenfriedhof“ vermuten lässt, zum überwiegenden Teil nicht aus Russland, sondern aus der Ukraine sowie weiteren Sowjetrepubliken im asiatischen Teil der Sowjetunion.

Die Schüler:innen hatten im Vorfeld gemeinsam mit Herrn Dr. Marius Seydel und Frau Kliemke vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. einerseits und ihren Lehrkräften Frau Holthausen und Frau Drescher das Projekt in der Schule und vor Ort am Waldfriedhof in Holsterhausen erarbeitet.

Während der Gedenkveranstaltung wurde ein Gedicht vorgetragen und es wurden Gedenksteine, Kerzen und Karten mit Gedanken an die Verstorbenen auf dem Friedhof niedergelegt.

Im zweiten Teil der Veranstaltung, die im Rathaus stattfand, präsentierten weitere Schüler:innen des Petrinum einen Comic zum Leben eines verstorbenen Zwangsarbeiters ebenso wie einen Film mit Tagebucheinträgen, einen Poetry Slam, ein Plakat und ein Gedicht zur Erinnerung an die Zwangsarbeit und das Leid der Menschen.

Insgesamt zeigte sich, dass alle Beteiligten gemeinsam durch diese Gedenkveranstaltung den Verstorbenen, die auf dem „Russenfriedhof“ bestattet worden sind, in angemessenem Maße gedacht haben.

Wir danken den 10er für ihren Einsatz und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. für die gute und gewinnbringende Zusammenarbeit.